Das Unterstützen der Kuffar gegen Muslime – von Kaschf.cf

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Ich kann noch nicht viel zu der Seite Kaschf.cf sagen, und warte auf ihren Artikel über die Khawarij, bevor ich mir über die Seite eine Meinung bilde, aber der Artikel hier ist auf Jedenfall zu Empfehlen.

JazakAllahu Khayr für die Übersetzung/ Zusammenfassung:

http://kaschf.cf/das-unterstuetzen-der-kuffar-gegen-die-muslime/

Die Angelegenheit, um die es nun gehen wird, ist keine Angelegenheit, die bloß mit „kleinen“ Sünden zusammenhängt. Es ist eine Angelegenheit, die unmittelbar mit der Grundlage [Asl] der Aqida, dem Tawhid, und der Loyalität zum dem Din von Allah سبحانه و تعالى zu tun hat.
Es geht um die verschiedenen Formen der Zusammenarbeit mit Kuffar, sei es gegen Kuffar, gegen fromme Muslime oder gegen übertretende Muslime [Bughaat/Khawarij].

Zu diesem Thema werden wir Urteile von Gelehrten wiedergeben und nichts von uns selber. Wir leiten nicht selbstständig Urteile aus dem Quran und der Sunnah ab, da wir nicht die Stufe des Ijtihad erreicht haben. Wir folgen den Gelehrten, bei dem was mit Quran und Sunnah übereinstimmt und rufen unsere Leser auch dazu auf, sich an den wahrhaftigen Gelehrten zu orientieren.

Erst werden wir Beweise zeigen, die aus dem Quran hervor gehen[Wir zeigen es, anhand der ungefähren Bedeutung des Quran ins Deutsche], danach den Tafsir dazu, und sodann Erklärungen und Urteile der Großgelehrten. Anschließend weisen wir den Ijma‘ [Konsens] der Gelehrten nach, mit der Erlaubnis von Allah.

Noch eine wichtige Anmerkung vorab: Immer wenn wir schreiben „Allah sagt“ oder „Im Quran steht“ oder ähnliche Ausdrücke verwenden, so meinen wir das nicht wortwörtlich. Denn der Quran ist auf Arabisch. Immer wenn also solche Ausdrücke wie „Allah sagt im Quran“ von uns genutzt werden, so folgt darauf tatsächlich nur die ungefähre Bedeutung / Interpretation des Quran in deutscher Sprache.

Weitere Anmerkung: Das Wort „Tawalli“ kann im Deutschen nicht 1 zu 1 wiedergegeben werden. Wir werden dieses Wort und Sinn-verwandte Wörter (wie z.b. Awliyah‘) daher im Verlaufe unserer Ausarbeitung entweder so stehen lassen [Tawalli] oder mit dem Ausdruck „zu Verbündete nehmen“ ersetzen. Es könnte fachwissenschaftlich aber auch “ zu Beschützer nehmen“, „als Unterstützer nehmen“, „als Helfer nehmen“ „zu Freunden nehmen“ bedeuten, oder aber auch andere Bedeutungen haben.

Nun Dann:

Allah سبحانه و تعالى sagt:

{ Die Gläubigen sollen nicht die Kafirin als Awliyahʾ [Verbündete] ,anstelle der Gläubigen nehmen;  und wer solches tut, der hat sich völlig von Allah abgewandt, es sei denn, ihr schützt euch dadurch vor ihnen. }
[Surat Al-‚Imran (3)  Ayah: 28]

Der Schaikh der Mufassirin, der Imam Muhammad Ibnu Jarir at-Tabari, رحمه الله , erläutert in seinem Tafsir (6/313) diese Worte von Allah folgendermaßen:

„Dies bedeutet: Oh ihr Gläubigen, nehmt nicht die Kuffar zu Beschützer und Unterstützer. ( Denn dadurch ) steht ihr ihnen in ihrem Din bei (Tawalli), und untersützt sie gegen die Gläubigen [anstatt die Gläubigen zu unterstützen], und ihr weist sie auf die Schwachstellen (Awraat) der Muslime hin.“

{und wer solches tut, der hat sich völlig von Allah abgewandt}

Imam Al Tabari sagt zu dieser Ayah: „Dies bedeutet, dass er sich von Allah losgesagt hat, und dass Allah sich von ihm losgesagt hat. Denn er (der das tut) ist abtrünnig von seinem Din geworden (Riddah) und er ist in den Kuffr eingetreten.“

Imam Al Tabari, رحمه الله , macht also ganz deutlich Takfir auf jene, die mit Kuffar gegen Muslime kämpfen. Und er beweist dies mit dem Quran.

Zur Ayah: {es sei denn, ihr schützt euch dadurch vor ihnen}

sagt Al Tabari : „Außer in der Situation, wenn ihr euch unter ihrer Herrschaft befindet, und ihr euch vor ihnen um euer eigenes Leben fürchtet. In so einem Fall drückt ihr ihnen mit euren Zungen Verbundenheit aus (Scheinfreundschaft), und verbirgt/verheimlicht eure Feindschaft ihnen gegnüber. Und schließt euch ihnen in Sachen des Kufrs nicht an. Und unterstützt sie durch keine einzige Tat gegen einen Muslim.“

Das heißt, dass man laut Tabari, selbst dann die Kuffar nicht gegen die Muslime durch Taten unterstützen soll, wenn man sich unter ihrer Herrschaft befindet und sogar um sein eigenes Leben fürchtet !


Weiter zum nächsten Beweis aus dem Quran:

Allah عز و جل sagt:

 {Oh Ihr, die ihr den Iman verinnerlicht habt! Nehmt die Juden und die Nasara („Christen“) nicht als Verbündete [Awliyahʾ] ! Sie sind untereinander Verbündete. Und wer sie von euch zu Verbündeten nimmt, der gehört zu ihnen. Gewiss, Allah leitet das ungerechte Volk nicht recht.} [Surat Al-Ma’ida (5)  Ayah: 51]

Imam Al Tabari erläutert diese Worte von Allah in seinem Tafsir [10/398] folgendermaßen:
„Er sagte: Und das Korrekte, was man bezüglich den Aussagen zu dieser [Ayah] sagen kann, ist bei uns [laut unserer Ansicht], dass Allah تعالى damit [ mit der Ayah ] insgesamt allen Mu’menin (Gläubigen) verbietet, die Juden und Nasara („Christen“) als Unterstützer und Verbündete gegen die Leute zu nehmen, die Iman an Allah und an Seinen Gesandten haben. Und ER [Allah] berichtet uns, dass derjenige, der sie als Unterstützer und Verbündete nimmt, und ihnen Loyalität entgegenbringt – anstatt zu Allah, und Seinem Gesandten und den Gläubigen loyal zu sein, dass so einer von ihnen ist, was das Bündnis gegen Allah, gegen Seinen Gesandten und gegen die Gläubigen anbetrifft.  وأن الله ورسوله منه بريئان  .

[ungefähr auf Deutsch:“Und Allah und Sein Gesandter haben mit so einem keine Verbundenheit.“]“

Unser Ziel mit dieser Schrift ist es ausdrücklich vor dieser abscheulichen Tat zu warnen. Wie ihr seht, geht es hier um den Tawhid und die Loyalität zu Allah تعالى. Wir müssen Allah fürchten, und aufpassen, dass wir niemals in diesen großen Kuffr fallen. Möge Allah سبحانه و تعالى uns vor dem großen Kuffr bewahren. Amin

Wir zeigen noch den Tafsir von einem anderen großer Mufassir: Imam Al-Qurtubi, رحمه الله. In seinem Tafsir (6/217) wird deutlich, dass er das Untersützen der Kuffar gegen Muslime ebenfalls als großen Kuffr betrachtet.

Zur Ayah:

{Und wer sie von euch zu Verbündeten nimmt}  

 sagt Al Qurtubi: „Das bedeutet:  (wer) sie gegen die Muslime unterstützt“

Und zu der Aussage von Allah: {der gehört zu ihnen}

sagt Al Qurtubi: „Allah تعالى verdeutlicht, dass sein Hukm (Urteil) [von dem, der sich mit Kuffar verbündet], der selbe Hukm wie von ihnen ist  [den Kuffar]. Und es ist ihm verboten irgendwelche Erbansprüche an Muslime zu stellen, denn er ist ein Murtad (Abtrünniger).[Für ihn gilt die Vorschrift und der Hukm eines Abtrünnigen].“

Anmerkung zum besseren Verständis: Der Prophet, صلى الله عليه وسلم ,  sagte: „Weder ein Muslim erbt von einem Kafir, noch ein Kafir von einem Muslim“ [Überliefert bei Bukhari (6383) und Muslim(1614)]
Und weil Al Qurtubi, denjenigen, der Kuffar gegen Muslime unterstützt als Kafir und Murtad sieht, erwähnt er, dass die Erbansprüche von so einem entfallen.

Weiter zum nächsten Beweis aus dem Quran:

Allah عز و جل sagt:

{Du siehst viele von ihnen, wie sie diejenigen, die ungläubig sind, zu Verbündeten nehmen. Fürwahr, wie schlimm ist, was sie sich selbst vorausgeschickt haben; (es ist,) daß Allah ihnen gegenüber Sein Zorn zeigt; und ewig werden sie in der Strafe bleiben.
Wenn sie an Allah und den Propheten und das, was zu ihm (als Offenbarung) herabgesandt worden ist, Iman haben würden, hätten sie sie nicht zu Verbündeten genommen. Aber viele von ihnen sind Frevler. }
[Surat alMa’ida (5)  Ayah: 80 – 81]

Schaikhul Islam Ibnu Taymiyah, rahimahu Allah, sagte zu diesen Ayaat in Kitab Al-Iman in seinem Werk Majmu‘-Al-Fatawa (17/7) Folgendes:
„Hier [in der Ayah] ist ein Bedingungssatz. Dieser Satz drückt durch das Wort „würde“ aus, dass wenn die Bedingung vorhanden wäre, dass dann auch die Folge davon eintreffen würde. Doch wenn die Bedingung fehlt, so wird auch die Folge fehlen und nicht eintreffen.

So sagt Allah تعالى : {Wenn sie an Allah und den Propheten und das, was zu ihm (als Offenbarung) herabgesandt worden ist, Iman haben würden, hätten sie sie nicht zu Verbündeten genommen. Aber viele von ihnen sind Frevler}
So deutet dies daraufhin, dass der erwähnte Iman, deswegen nicht vorhanden ist, weil sie sie (die Kuffar) als Verbündete genommen haben. Diese Tat annuliert den Iman. Und der Iman und das Nehmen der Kuffar als Verbündete wird sich niemals in einem Herz vereinen…“

Daraufhin (ein paar Zeilen weiter) sagte Schaikhul Islam Ibnu Taymiyah:
„Und ebenso in der Aussage von Allah تعالى :

{Oh Ihr, die ihr den Iman verinnerlicht habt! Nehmt die Juden und die Nasara („Christen“) nicht als Verbündete [Awliyahʾ] ! Sie sind untereinander Verbündete. Und wer sie von euch zu Verbündeten nimmt, der gehört zu ihnen. Gewiss, Allah leitet das ungerechte Volk nicht recht.}
[Surat Al-Ma’ida (5)  Ayah: 51] Ibnu Taymiyah sagt dazu: Allah berichtet durch diese Ayaat, dass derjenige, der sie zu Verbündeten nimmt, kein Mu’min (Gläubiger) ist. Und ER [Allah] berichtet hier, dass derjenige, der sich mit ihnen verbündet, dass er einer von ihnen ist. Denn der Quran bestätigt sich gegenseitig.“

Das soll heißen, dass aus dieser Ayah als auch den Ayaat zuvor das selbe Urteil hervor geht. Und zwar, dass derjenige, der die Kuffar als Verbündete nimmt, dadurch zu ihnen gehört und das selbe Urteil wie sie (die Kuffar) kriegt.
Wenn Schaikhul Islam Ibnu Taymiyah sagt, dass entweder der Iman im Herzen ist oder das „sich Verbünden mit den Kuffar“, so meint er damit, dass derjenige, der sich mit Kuffar verbündet kein Iman im Herzen hat und somit ein Kafir ist.

Somit bestätigt die eine Ayah die andere Ayah, weshalb Schaikhul Islam, daraufhin sagt „Denn der Quran bestätigt sich gegenseitig“

Weitere Aussagen der Großgelehrten:

Wie bekannt ist, hat Muhammad ibnu ʿAbd al-Wahhab, رحمه الله , in einer Schrift genau 10 gefährliche, gewaltige und am häufigsten vorkommende Faktoren aufgezählt, die den Islam einer Person auslöschen [Nawaqid-Al-Islam]. Unter diesen Faktoren zählt er auch Folgendes auf:
„Der achte [Punkt, der einen zum Kafir macht]: Das Unterstützen und Helfen der Muschrikin gegen die Muslime. Der Beweis hierfür ist die Aussage von Allah ta’ala: {Und wer sie von euch zu Verbündeten nimmt, der gehört zu ihnen. Gewiss, Allah leitet das ungerechte Volk nicht recht.}.“ [Ad-Durar us-Saniyyah (2/361)]

Man sieht also, dass aus dem Quran, den verschiedenen Tafasir und den Aussagen der großen Gelehrten, ganz deutlich hervor geht, dass derjenige, der Kuffar gegen Muslime untersützt selber ein Kafir ist.

Aus diesem Grund kam es auch zum Ijma‘ (Konsens) unter allen Gelehrten der Ahlu Sunnah wal Jama’ah, dass es großer Kuffr ist, wenn man Kuffar gegen Muslime unterstützt.

 
So sagt Ibnul Qayyim, رحمه الله , in Ahkaam-Ahl-Al-Dhimmah (1/195)  [ط. رمادي للنشر] :

„Allah, سبحانه , hat geurteilt, und es gibt kein besseres von Seinen Urteilen, als das (Urteil), dass derjenige, der die Juden und Nasara („Christen“) als Verbündete nimmt, dass er einer von ihnen ist. [So sagt Allah:] {Und wer sie von euch zu Verbündeten nimmt, der gehört zu ihnen.}.  Und weil es durch die Worte des Quran bestätigt ist, dass die Verbündeten von ihnen (den Kuffar), zu ihnen gehören, so ist es auch so, dass sie den selben Hukm (Urteil) wie sie erhalten. Und dies ist allgemein; Im Speziellen heißt das: Wer sie zu Verbündeten nimmt und somit in ihren Din (Religion) eintritt, nachdem Praktizieren des Islam, so wird er nicht mehr anerkannt/akzeptiert, und von ihm wird die Jiziyah [„Schutzsteuer“] nicht angenommen. Für ihn gibt es entweder Islam oder Schwert; Denn er ist ein Murtad – laut den Worten des Qur’an und laut dem Ijma‘ [Konsens].“

Hier bestätigt Ibnul Qayyim den Ijma‘ [Konsens] bezüglich dem großen Kuffr desjenigen, der sich mit Kuffar verbündet.
Wir werden im späteren Verlauf dieses Textes nochmal auf die Worte von Ibul Qayyim zurückkommen – mit der Erlaubnis von Allah. Halten wir erstmal fest: Ibnul Qayyim sagt, dass jemand, der diese Tat begeht ein Murtad ist, von dem keine Jizyah [„Schutzsteuer“] angenommen wird.

Hier noch weitere Aussagen bezüglich dem Ijma‘ (Konsens) in dieser Angelegenheit:

Schaikh Abdullah bin Humaid, رحمه الله , sagte bezüglich demjenigen, der sich mit Kuffar verbündet [Tawalli ihnen gegenüber macht] und sie unterstützt, dass dies Riddah [Abtrünnigkeit] ist. Der Schaikh sagt weiter: “ Es ist verpflichtend, dass die Ahkaam [Urteile] der Murtadin auf  so einen [jemand der sich mit Kuffar verbündet] angewandt werden. Dies steht fest – gemäß dem Quran, der Sunnah und dem Ijma‘ [Konsens] der  Ummah.“
[Al-Durrar (15/479]


Und noch eine weitere Gelehrten-Aussage bezüglich dem Ijma‘ (Konsens):

Imam Abu Muhammad Ibn Hazm Al Andalusi , rahimahu Allah, sagte in Al-Muhalla (11/138):

Es ist richtig, dass die Aussage von Allah ta’ala : {Und wer sie von euch zu Verbündeten nimmt, der gehört zu ihnen.} nach ihrer offensichtlichen Bedeutung zu verstehen ist; und zwar,  dass derjenige, ein Kafir von der Allgemeinheit der Kuffar ist. Und das ist die Wahrheit über die keine zwei Muslime eine Meinungsverschiedenheit haben.“

‚Abd al-‚Aziz ibn Baaz sagte in seinen Fatawa (Majmu‘ Al Fatawa 1/274):
„Und die Gelehrten des Islam haben einen Ijma‘ (Konsens) darin, dass derjenige, der die Kuffar gegen die Muslime unterstützt und ihnen (den Kuffar) in irgendeiner Form Hilfe leistet, so ist er ein Kafir – genauso wie sie !
So wie Allah سبحانه sagte:
{ Oh Ihr, die ihr den Iman verinnerlicht habt! Nehmt die Juden und die Nasara („Christen“) nicht als Verbündete [Awliyahʾ] ! Sie sind untereinander Verbündete. Und wer sie von euch zu Verbündeten nimmt, der gehört zu ihnen. Gewiss, Allah leitet das ungerechte Volk nicht recht.} Surat al-Ma’ida (5)  Ayah: 51
Es ist ganz Klar: Das Untersützen der Kuffar gegen die Muslime ist großer Kuffr – laut Ijma'[Konsens]!

Die Belege aus dem Quran und der Sunnah sind so zahlreich, und die Aussage der Gelehrten zu dieser Thematik sind so viele, und der Ijma'(Konsens) wurde so häufig überliefert, dass wir an dieser Stelle das selbe sagen wie Schaikhul Islam Muhammad ibnu ʿAbd al-Wahhab in Rasa’il Al-Schakhsiyyah auf Seite 272 sagte:

„Die Beweise darüber, dass der Muslim Kuffr begeht, sobald er Allah gegenüber Schirk macht oder [ dadurch Kuffr begeht ], wenn er sich mit den Muschrikin gegen die Muslime stellt – auch wenn er selbst kein Schirk macht – sind so zahlreich in den Worten von Allah und in den Worten von Seinem Gesandten vorhanden, und werden in den Aussagen der verlässlichen Gelehrten [so zahlreich] überliefert, dass wir es [hier] nicht zusammenfassen können !“

Fakt ist also:
Wer Kuffar gegen Muslime unterstützt, der ist selber ein Kafir – laut dem Quran, der Sunnah und dem Ijma‘ [Konsens] aller Gelehrten.


Fragen und Schubuhaat (Zweifelerweckendes)

Nun wird aber vielleicht jemand fragen: „Okay, das ist eindeutig. Wie ist es aber, wenn man Kuffar nicht gegen fromme Muslime, sondern gegen Khawarij / Bughaat [übertretende Muslime] unterstützt ?“

Hier gilt es nun zu differenzieren: Wenn es genau um diesen Fall geht, wie es in der Frage gestellt wurde; also um das Unterstützen der Kuffar, so ist das fachwissenschaftlich die sogenannte „Muthahara“ oder auch „Al-I3anah“ genannt.
Al I3anah [الإعانة ] oder Al-Muthahara [المظاهرة] bedeutet, dass man ein Unterstützer der Kuffar ist, während sie die Oberhand haben und die Vorbereitungen des Krieges treffen und während sie den Plan und das Projekt angeben und die „Muslime“ bei dieser Kampagne „lediglich“ als Unterstützer der Kuffar fungieren.

Den Ausdruck >Muslim< setzten wir im oberen Satz in Anführungszeichen, da jemand, der die Kuffar unterstützt kein Muslim ist, sei die Unterstützung nun gegen fromme Muslime oder gegen übertretende Muslime[ Bughaat / Khawarij].

Denn dies ist genau der Tawalli [sich mit Kuffar verbünden], den wir bisher relativ ausführlich in dieser Aufarbeitung durch Beweise aus Quran und Aussagen der Gelehrten erklärt haben. Nochmals: Das Urteil über das Unterstützen der Kuffar ist der große Kuffr, sei es nun gegen fromme Muslime, oder gegen Bughaat / Khawarij. Hier herrscht überhaupt keine Meinungsverschiedenheit. Wer die Kuffar unterstützt [Al Muthahara], der ist ein Kafir – genauso wie sie !
Daher sagen wir an dieser Stelle, dass selbe was Ibnul Qayyim sagte: ALLAH hat bereits geurteilt !

Ibn al-Qayyim sagte:
„Allah ta‘ala hat bereits geurteilt, dass derjenige, der den Tawalli ihnen gegenüber macht , zu ihnen gehört“ [ Ahkam Ahl adh-Dhimmah (1/499) ]

Sodann gibt es aber noch einen anderen Fall. Es ist wichtig dies zu erklären, damit keiner mit gefährlichem Halbwissen versucht diejenigen zu verwirren, die noch weniger Wissen als er haben.
Die Ulamah differenzieren zwischen der Muthaharah / I3anah, die wir eben erklärten und der Isti3anah (الاستعانة ).

Die Isti3anah ist das Hilfe-Ersuchen bei den Kuffar. Dies bedeutet, dass in diesem Falle die Muslime diejenigen sind, welche die Oberhand haben und die Vorbereitungen des Krieges treffen und das Projekt planen. Doch nachdem sie das Projekt und den Plan setzen, da kommen die Muslime zu der Ansicht, dass ihnen noch einige Männer für die Kampagne fehlen. So gehen sie die Ahlul Dhimmah nach Hilfe fragen / um Hilfe erbitten, um noch ein paar Männer für den Kriegszug und die Kampagne der Muslime (!) zu erhalten.

Doch selbst diese Form – die Isti3anah [das Hilfe-Ersuchen] – ist laut der Mehrheit der Gelehrten verboten und abscheulich !

Und dies ist nicht „verwunderlich“, wenn man weiß, dass die Gelehrten sogar einen großen Ikhtilaf (Meinungsverschiedenheit) dabei hatten, ob man bei Kuffar gegen andere Kuffar Hilfe ersuchen darf !

Wenn also die Frage auch etwas anders gestellt werden sollte, und zwar so:
„Wie ist es, wenn man bei Kuffar Hilfe ersucht gegen Bughaat / Khawarij ?“

So ist die Antwort: Die große Mehrheit der Gelehrten der Salaf (!) , als auch die Mehrheit der Gelehrten insgesamt sieht dies als Verboten und als großes Verbrechen an !
Das Verbot geht aus den Texten der Fuqaha [Rechtsgelehrten]  des Maliki-Madhabs, des Schafi’i-Madhabs und des Hanbali-Madhabs hervor !

Hierzu werden wir von jedem der 4 Madhahib jeweils eine Ansicht wiedergeben:

– Der Maliki-Imam Al-Qarafi sagt in seinem Werk “ الذخيرة /  Al-Dhakirah “ (12 /9): Ibn Baschir sagte: Der Kampf gegen Bughaat [übertretende Muslime] unterscheidet sich durch 11 Merkmale gegenüber dem Kampf gegen Muschrikin:
[Und als 7. Merkmal zählt er auf]
….Man ersucht gegen sie [den Bughaat] keine Hilfe bei Muschrikin… „

– Al Nawawi, der Imam der Schafi’iten zu seiner Zeit, sagte in seinem Werk „Rawdat Al Talibin“ (10/60): „Es ist nicht erlaubt gegen sie Hilfe bei Kuffar zu ersuchen, denn es ist nicht erlaubt einem Kafir Macht über einem Muslim zu überlassen.“

– Und Ibn Qudamah Al-Hanbali  sagt in seinem edlen Werk „Al-Mughni“ (8/529):
„In keinem der Fälle, sucht man bei Kuffar Hilfe, zu ihrer Bekämpfung“

Anmerkung: Alle 3 Fuqaha – sowohl der Maliki, der Schafi’i, als auch Hanbali-Rechtsgelehrte – nutzten in den oben erwähnten Aussagen den Ausdruck „الاستعانة “ / Al Isti3anah. Es geht also ganz deutlich um das Hilfe-Ersuchen bei Kuffar, was sie in allen Fällen als verboten erachten !

Die Merheit der Gelehrten ist sich in dem Verbot einig !

Nun eine Aussage der Ahnaf, welche eine andere Ansicht vertreten, jedoch mit Bedingungen.

Al-Sarkhasy Al-Hanafi sagt in „Al-Mabsut“ (10/133):
„Und wenn die Bughaat [übertretenden Muslime] die Oberhand über die Leute der Gerechtigkeit [frommen Muslime] erlangen, sodass sie die Leute der Gerechtigkeit dazu treiben in das Land des Schirk [Dar-Al-Schirk] zu flüchten, so wäre es für die Leute der Gerechtigkeit trotzdem nicht erlaubt, mit den Muschrikin gegen die Bughaat zu kämpfen; Denn (in so einem Fall) herrschen die Ahkaam (Gesetze) der Leute des Schirk über sie. (Die Muschrikin und ihre Gesetze haben die Oberhand).
[Es ist nicht erlaubt], dass sie bei den Leuten des Schirk Hilfe ersuchen gegen die Leute der Übertretung [Bughaat], die ja von den Muslimen sind – sofern (!) die Ahkaam (Gesetze) der Leute des Schirk die Führenden sind.
Aber es liegt kein Problem darin, wenn die Leute der Gerechtigkeit gegen die Khawarij Hilfe ersuchen bei (anderen) Leuten der Bughaat (übertretenden Muslime) und bei Ahlul Dhimmah– sofern (!) die Ahkaam (Gesetze) der Leute der Gerechtigkeit die Führenden sind (Die Muslime und ihre Gesetze die Oberhand haben).
Denn sie [die Leute der Gerechtigkeit] kämpfen um den Din zu „stärken“ (إِعْزَازِ).
Das Ersuchen der Hilfe gegen sie (die Khawarij) bei Leuten von ihnen (anderen übertretende Muslime) oder bei Leuten der Ahlul Dhimmah ist wie als würde man Hunde zur Hilfe gegen sie nutzen.“

Anmerkung: Zunächst einmal erkennt man, dass der Gelehrte nur die Ahlul Dhimmah von den Kuffar erwähnt, bei denen man Hilfe ersuchen kann. Dies haben wir 2 Mal unterstrichen. Ansonsten könnte man laut seiner Ansicht auch bei anderen übertretenden Muslimen [Bughaat/Khawarij] Hilfe ersuchen gegen andere übertretende Muslime [Bughaat/Khawarij]. Doch wenn man bei Kuffar Hilfe ersuchen will, dann darf man das – laut ihm – nur bei den Ahlul Dhimmah von den Kuffar. Dies setzt er als Bedingung !

Sodann erwähnt der Gelehrte noch weitere Bedingungen. Eine Bedingung veranschaulicht er durch ein Besipiel; Er sagt: „es ist wie, als ob man Hunde zur Hilfe gegen sie (die Khawarij) nutzt„. Dieses erwähnte Beispiel erkärt eine der gesetzen Bedingungen sehr anschaulich.
Wenn man bei Ahlul Dhimmah Hilfe ersucht gegen Bughaat/Khawarij so sollen die Ahlul Dhimmah die Position eines Hundes haben, nach seiner Ansicht. Hingegen sind die Leute der Gerechtigkeit (die frommen Muslime) die Halter des Hundes, welche den Hund an der Leine haben.
Der Hund ist an der Leine gebunden und unterstellt, während der Hundehalter deutlich die Oberhand hat. Der Hundehalter hat die Leine in der Hand und gibt die Richtung, den Weg und das Ziel an.
Und der Hundehalter bestimmt auch das Projekt und macht die Vorbereitungen für eine Kampagne.  Z.b. setzt sich der Hundehalter das Ziel im Wald ein paar Wildtiere zu jagen. So bestimmt er den Wald, das genaue Gebiet im Wald und welches Tier genau gejagt werden soll.
Der Hundehalter bestimmt also wohin es geht, legt fest was angegriffen werden soll und kriegt am Ende sogar die Beute. Der Hund wird quasi nur ausgenutzt ! Und so soll es in diesem Falle mit den Ahlul Dhimmah sein !

Ihr seht also, das selbst die Ansicht der absoluten Minderheit solche Bedingungen setzte, die schwer zu realisieren sind.

Man könnte sich merken: Laut der Minderheit ist die Isti3anah [das Hilfe Ersuchen] erlaubt, jedoch mit Bedingungen. Und merkt euch insbesondere die Bedingung, dass die Hilfe bei den Ahlul Dhimmah von den Kuffar ersucht wird. Denn im weiteren Verlauf der Aufarbeitung werden wir nochmal auf diese Bedingung zurückkommen mit der Erlaubnis von Allah.

Andere Vertreter dieser Ansicht, dass es erlaubt sei gegen Bughaat/Khawarij bei Kuffar Hilfe zu ersuchen, fügten neben den Bedingungen, dass
– die Hilfe bei Ahlul Dhimmah von den Kuffar ersucht wird,
– und dass, die Muslime die Oberhand haben, die Vorbereitungen treffen, und die Kampagne planen
– und, dass es unter den Ahkaam und der Führung der Muslime sein muss  (Die Muslime sagen wo es lang geht)
noch andere Bedingungen hinzu.

Zum Beispiel fügten sie zu diesen erwähnten Bedingung noch hinzu, dass man erst dann Leute der Ahlul Dhimmah hinzuholt, wenn wirklich Notwendigkeit besteht, wenn deutlich Männer fehlen und wenn feststeht, dass die Kuffar, bei denen man Hilfe ersuchen will, eine „gute Meinung“ über die Muslime haben [Damit ist gemeint, dass man davon ausgeht, dass sie keinen Verrat ausüben würden].

Anzumerken ist auch, dass unter den Vertretern dieser Minderheiten-Ansicht auch einige Mubtadi’ah waren und es gibt breite wissenschaftliche Analysen, dass die „Belege“, worauf sie sich beriefen, um zu dieser Ansicht zu gelangen, überhaupt nicht stichfest sind (z.B. schwache Überlieferungen). Aber dies möchten wir an der Stelle nicht weiter ausführen. Und wir werden das in der weiteren Ausarbeitung und Beurteilung auch ausblenden.

Wir halten fest: Die Mehrheit der Gelehrten der Salaf und die Mehrheit der Gelehrten insgesamt sieht es als verboten an, dass man bei Kuffar Hilfe ersucht, sei es gegen fromme oder gegen übertretende Muslime (Bughaat/Khawaridj).

Und die Minderheit der Gelehrten sieht es als erlaubt an, jedoch mit der Bedingung, dass man diese Hilfe bei den Ahlul Dhimmah unter den Kuffar ersucht, während man deutlich die Oberhand hat, die Kampagne plant und die Vorbereitungen trifft.

Spezifische Beurteilung: Anwendung auf den Waqi‘ (Fiqhul Waqi‘)

Viele hatten sich gewünscht, dass wir auch die aktuelle Situation in der Aufarbeitung mit einbeziehen. Al-Waqi‘ ist der reale Zustand, die Wirklickeit der heutigen Zeit. Wenn wir also auf den Boden der Tatsachen blicken, so stehen erstmal folgende Fakten fest:

Die Türkische Regierung plant mit den usa eine Pufferzone in Syrien einzurichten. Hierzu hat die Türkische Regierung Vorbereitungen getroffen wie sie vorgehen möchte. Dabei wird auch gegen Muslime vorgegangen.

Somit wird direkt ersichtlich, dass die Minderheiten-Ansicht – samt den erwähnten Bedingungen – nicht auf diesen Fall zutrifft kann,  aus mehreren Günden:

Die Türkische Regierung hat die Vorbereitungen getroffen. Die Türkische Regierung hat das Projekt und das Ziel gesetzt (Pufferzone einrichten). Die Türkische Regierung hat bei dieser Kampagne deutlich die Oberhand oder wie es Al Sarkhasi Al-Hanafi sagen würde: „Die türkische Regierung hat die (Hunde-) Leine in der Hand, und nicht die anderen!“

Hinzu kommt: Die Türkische Regierung und im Speziellen die türkischen Soldaten sind keine Ahlul Dhimmah! [Mehr zu ihrer Beurteilung später, so Allah will]

Die türkische Regierung ist ein Taghut Staat und ihre Ahkaam sind die Führenden bei dieser Kampagne. De Facto sucht sich die Türkische Regierung zur Zeit „Hunde“, die sie ausnutzen will, um ihren Plan durchzusetzen.

Der Fall „Die Muslime suchen Hilfe bei den Ahlul Dhimmah, während die Muslime die Oberhand haben, die Vorbereitungen treffen und die Kampagne anführen“ ist also in jedem Fall auszuschließen. Denn keine der Bedingungen, welche die Gelehrten der Minderheiten-Ansicht erwähnten, trifft zu !
Es ist also nicht die Istighatah [der Hilfe-Ersuch] bei den Kuffar gegen Bughaat. Und selbst dies wäre ja nach der Mehrheit der Gelehrten verboten !

Somit würde der Fall der > Muthahara/I3anah [Unterstützung] der Kuffar gegen Muslime < zutreffen, falls irgendeine von den Gruppen in Syrien mit der türkischen Regierung kooperiert oder auch nur irgendwelche Vereinbarungen mit der türkischen Regierung bezüglich dem „Puffer-Zonen“-Plan trifft!

Und die Muthahara/I3anah [Unterstützung] der Kuffar gegen die Muslime ist der große Kuffr laut dem Quran, der Sunnah und dem Ijma‘ [Konsens] aller Gelehrten !

Schaikhul Islam Ibnu Taymiyah sagte in Majmu‘ Al-Fatawa (18/300), nachdem er diese Worte von Allah erwähnte:
{Oh Ihr, die ihr den Iman verinnerlicht habt! Nehmt die Juden und die Nasara („Christen“) nicht als Verbündete [Awliyahʾ] ! Sie sind untereinander Verbündete. Und wer sie von euch zu Verbündeten nimmt, der gehört zu ihnen. }  [Surat al-Ma’ida (5)  Ayah: 51] bis zu den Worten:
{Oh Ihr, die ihr den Iman verinnerlicht habt! Wer von euch von seiner Religion abfällt,…}
[Surat Al-Ma’ida (5)  Ayah: 54]
Er (Ibnu Taymiyah) sagt dann dazu: „Diejenigen, an denen die Worte gerichtet sind, dass es ihnen verboten ist, sich mit den Juden und „Christen“ zu verbünden, sind genau diesselben an denen auch die Ayaat der Riddah [Abtrünnigkeit] gerichtet sind. Und es ist bekannt, dass sich dies auf alle Generationen/Epochen der Ummah bezieht.
Allah verbot es Kuffar als Verbündete zu nehmen, und Allah verdeutlichte, dass wenn diejenigen, an denen diese Worte gerichtet sind, die Kuffar als Verbündete nehmen, dass sie dann von ihnen [den Kuffar] sind.
Und Allah verdeutlichte, dass derjenige, der sich mit ihnen (den Kuffar) verbündet – wodurch er somit zum Murtad [Abtrünnigen] wird – dass er den Islam keineswegs schaden wird.

Vielmehr wird Allah Leute bringen, die ER liebt und die IHN lieben und die sich mit den Mu’menin (Gläubigen) verbünden, anstatt mit den Kuffar, und die den Jihad fi sabil Allah führen und den Tadel des Tadlers nicht fürchten. So wie ER es in einer ersten Angelegenheit festlegte:
{Wenn aber diese es verleugnen, so haben Wir damit schon (andere) Leute betraut, die dem gegenüber nicht ungläubig sind.}  [Surat Al-An’am (6)  Ayah: 89]

[So ist festgelegt], dass diejenigen, die den Islam annehmen, und diejenigen, die den Islam verlassen, nachdem sie ihn angenommen hatten, keineswegs den Islam schaden ! Vielmehr festigt Allah diejenigen, die an dem Iman haben, was ER offenbarte und Iman an das haben, womit der Gesandte kam. Und Allah wird Sein Din zum Siege führen bis zum Eintreffen der Stunde.“

Subhan Al-Khaliq, wie deutlich die Worte von Schaikhul Islam sind. Wer möchte von uns schon ausgetauscht werden, weil er in die Abtrünnigkeit gefallen ist ?
Bei Allah, jeder Muslim, der mit der türkischen Regierung Abmachungen bezüglich ihres „Pufferzonen“-Plans eingeht, der hat sich mit ihnen verbündet und wird ein Kafir und Murtad !

Und lasst euch nicht verwirren von gewissen Träger des Wissens, die ständig sagen „Es zieht nicht den Takfir nach sich“  oder  „Es ist nicht der große Kuffr“ oder „Wegen dieser oder jener Tat kann man kein Takfir auf euch machen“

Denn erstens war diese Methode der Fatwa-Gebung niemals die Methode der klassischen Großgelehrten. Niemals wurde derart geurteilt, dass man sagte „Die Tat verdient noch kein Takfir“ oder „Es ist noch kein Kuffr“.

Und würden wir die Jugendlichen so lehren, so würden sie sich in den Bordellen und Kneipen wiederfinden oder anderswo, da sie von ihren „Schujukh“ nur lernten „Es erreicht noch nicht die Stufe des großen Kuffr“.

Weder bei den Salaf, noch bei den Khalaf findet man derart seltsame Fatawa. Nicht mal bei den Ahlul Bida‘ der früheren Zeit kannte man solcherart Fatwa-Gebungen.

Und Zweitens ist es eine Lüge, dass es kein großer Kuffr ist. Sie widersprechen dem Ijma‘ aller Gelehrten mit dieser Lüge. Und wir könnten noch über 50 Gelehten Aussagen bringen, aus denen hervorgeht, dass es mit Gewissheit der große Kuffr ist !

Diese gewissen Träger des Wissens versuchen die Leute zu verwirren, indem sie die Karten vermischen und den Jahil glauben lassen, dass es „bloß“ die Isti3anah [Zuhilfe Suchen] ist. Anstatt sie sogar vor der Isti3anah zu warnen, wie die Mehrheit der Gelehrten davor warnten und es als ein Verbotenes Verbrechen bezeichneten, wollen sie den Leuten diese Sache schön reden.
Sie erwähnen eine Ansicht der Minderheit und verheimlichen dabei sogar die Bedingungen die gesetzt wurden. Sie wissen selber, dass keine der Bedingungen zutrifft, weshalb sie versuchen die Bedingungen unter den Teppich zu kehren. Und bei Allah ist die Zuflucht vor denjenigen, die versuchen Wahrheiten zu vertuschen.

Jeder, der mit der Materie vertraut ist, kennt die Antworten auf folgende Fragen:
– Wessen Plan ist die Schaffung einer Pufferzone, wenn nicht der Plan der türkischen Regierung und der usa ?
– Wer hat die Oberhand bei dieser Kampagne,wenn nicht die türkische regierung und die usa ?
– Sind die türkische Regierung samt den türkischen Soldaten Ahlul Dhimmah ???

Warum erwähnt man nicht, dass diejenigen, welche die Minderheiten-Ansicht vertraten, gesagt hatten, dass man die Hilfe bei den Ahlul Dhimma von den Kuffar ersucht ?
Alle Bedingungen, welche die Vertreter der Minderheiten Ansicht erwähnten treffen nicht zu! Fürchten diese gewissen Träger des Wissens denn nicht, dass sie die Menschen zum Kuffr verführen ? Wallahul Musta’aan.

Wir suchen Zuflucht bei Allah vor diesem Verhalten ! Das ist ein Verrat an die Gelehrsamkeit !

Wer oder Was sind Ahlul Dhimmah überhaupt ?

Ahlul Dhimmah können laut der Schari’ah Ahlul Kitab (Juden und „Christen“) und laut einer Ansicht auch Majus (Feueranbeter) sein, welche sich unter Islamischer Herrschaft befinden und unterwürfig die Jiziyah („Schutzsteuer“, „Tribut“) entrichten.

ALLAH, عز و جل , sagt:
{Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Allah und nicht an den Jüngsten Tag glauben und nicht das für Haram erklären, was Allah und Sein Gesandter für Haram erklärt haben, und nicht die Religion der Wahrheit befolgen – von denjenigen, denen die Schrift gegeben wurde -, (kämpft gegen sie), bis sie die Jizyah (Tribut) eigenhändig entrichten ,während sie unterwürfig sind! }
[Surat Al-Tauba (9)  Ayah: 29]

Es herrscht unter den Gelehrten Ikhtilaf ob nur die Ahlul Kitab , also die Juden und „Christen“ berechtigt sind einen Dhimmi-Status zu erhalten, oder auch die Majus (Feueranbeter). Es gibt sogar Gelehrte, die die Ansicht vertraten, dass noch andere Kuffar berechtigt sind den Dhimmi Status zu erhalten.
Doch wobei kein Ikhtilaf herrscht, ist die Tatsache, dass es verboten ist, dass Murtadin einen Dhimmi Status erhalten. Es besteht ein Konsens, dass mit Murtadin niemals ein Ahlu-Dhimmah Vertrag abgeschlossen wird.

Zur Quelle und für diejenigen, die mehr zum Thema erfahren möchte so verweisen wir auf das ausführliche Werk dazu „Ahkaam-Ahl-Al-Dhimmah“ von Ibnul Qayyim, رحمه الله.


Beurteilung der Türkischen Taghut-Regierung und ihrer Taghut-Soldaten

Es gibt eigentlich nur 2 Möglichkeiten: Entweder man sagt, dass die Soldaten des türkischen Taghut Murtadin [Abtrünnige] sind, was heute die Ansicht ist, die bei der Mehrheit der Leute des Manhaj vertreten ist.

Oder man sagt, dass die türkischen Taghut-Soldaten Kuffar Asliyun [grundsätzliche Kuffar] sind. Diese Ansicht haben Leute, welche einer Ansicht der Dawah Najdiyah folgen, und zwar, dass die Türkei noch nie eröffnet wurde und somit alle Bewohner der Türkei grundsätzlich Kuffar sind. Diese Ansicht ist heutzutage sehr, sehr wenig vertreten.

Es gibt keine dritte Möglichkeit. Man kann nicht sagen, dass die Soldaten Kuffar Asliyun sind, doch das Volk grundsätzlich Muslime. Denn was waren die Soldaten bevor sie in das Militär des Taghuts eintraten ? Sie waren „normale“ Leute des Volkes und bekamen grundsätzlich ihren Hukm. Entweder Muslime oder Kuffar.

Wenn wir nun vom zweiten Fall ausgehen würden, also dass die türkischen Taghut-Soldaten Kuffar Asliyun sind, so wären sie ja trotzdem keine Ahlul Dhimmah. Und sie wären dann auch keine Ahlul Kitab (Juden oder „Christen“) und auch keine Majus, sondern Muschrikin von der „Allgemeinheit der Musschrikin“. Und die korrektere Ansicht ist, das „allgemeine Muschrikin“ keinen Ahlul-Dhimmah Status erhalten. Doch selbst wenn man der Ansicht folgen würde, dass die „allgemeinen Muschrikin“ einen Dhimmah-Status erhalten können, so sehen wir ja, dass die türkischen Soldaten keine Ahlul Dhimmah sind. Sie zahlen keine Jizyah und sie befinden sich nicht unter Islamischer Herrschaft.

Gehen wir aber vom ersteren Fall aus, und zwar, dass die türkischen Taghut-Soldaten Murtadin sind -und dies ist die Ansicht der meisten Leute des Wissens in der heutigen Zeit – so besteht ein Konsens unter den Gelehrten, dass man mit Murtadin keinen Ahlul-Dhimmah Vertrag schließt – wie bereits weiter oben erwähnt !

Es gibt überhaupt keinen Ikhtilaf (Meinungsverschiedenheit) in dieser Sache. Mehr zum Ijma‘ und den Belegen kann man hier nachlesen: [ Quelle: بدائع الصنائع ج9/375 ].

Als Beleg geben die Gelehrten diese Aussage von Allah, سبحانه و تعالى , an:

{ ihr kämpft gegen sie oder sie werden Muslime }  [Surat al-Fath (48)  Ayah: 16]

Abu Bakr bin Mas’ud bin Ahmad Al-Kasani Al-Hanafi sagt dazu in Badae‘ Al-Sanae‘ (9/375), dass sich diese Ayah auf die Murtadin bezieht:

„Diese Ayah wurde bezüglich der Leute der Riddah (Abtrünnigkeit) von Banu Hanifa herabgesandt“

Es gibt für die Murtadin laut der Ayah also entweder das Schwert auf ihre Nacken oder, dass sie Muslime werden. Keine dritte Option !
Und als weiteren Beweis bringen die Gelehrten folgende Aussage des Propheten, صلى الله عليه وسلم:

[ Wer seinen Din (Religion) ändert, den sollt ihr töten! ]  [ Al-Bukhari (2794) ]
Die Ulamah sagen, dass es diesem Hadith widersprechen würde, wenn man mit Murtadin einen Ahlul Dhimmah Vertrag schließt. Denn der Dhimmah Vertrag schützt das Blut von einem, während die Riddah das Blut von einem halal [erlaubt zu vergießen] macht. Hinsichtlich der Murtadin ist aber auferlegt, dass sie getötet werden, daher ist es nicht erlaubt mit ihnen einen Dhimmah-Vertrag abzuschließen.

Auch die Aussage von Ibnul Qayyim, die wir bereits weiter oben lieferten bestätigt dies:

So sagt Ibnul Qayyim, rahimahu Allah, in Ahkaam-Ahl-Al-Dhimmah (1/195)  [ط. رمادي للنشر] :

„Für ihn (den Murtad) gibt es entweder Islam oder Schwert“

Nochmals: Es gibt keine dritte Option für den Murtad !

Ibnul Qayyim verdeutlicht, dass es für den Murtad – sofern er keine Tawbah macht und wieder in den Islam eintritt – nur das Schwert gibt !
Das ist ein wichtiger Hukm bezüglich dem Murtad. Es gibt kein dritte Möglichkeit für den Abtrünnigen, keinerlei Verträge oder Vereinbarungen. Nicht mal den Dhimmi Status – wobei der Dhimmi in einem erniedrigten Zustand die Jizyah zahlt –  kann für den Murtad gelten ! Entweder macht der Murtad Tawbah oder er macht Bekanntschaft mit der Klinge des Schwertes.

Wie können dann Leute behaupten, dass man sich mit der türkischen Taghut Regierung und den türkischen Soldaten des Taghut verbünden könnte oder Vereinbarungen mit ihnen schließt hinsichtlich einer Kampagne des türkischen Taghuts ?

Jemand der sowas behauptet, der lügt über den Din von Allah, und lügt über den Quran und lügt über die Sunnah !

Denn Fakt ist: Der türkische Taghut und die türkischen Soldaten sind keine Ahlul Dhimmah, und es ist Islamrechtlich nicht mal möglich, dass sie einen Dhimmi-Status erhalten. Zudem läuft die Kampagne „Pufferzone schaffen“ komplett unter der Führung des türkischen Taghuts.

Jemand, der also mit den türkischen Taghut-Soldaten gegen den IS kämpft, oder irgendwelche Vereinbarungen mit der türkischen Taghut-Regierung diesbezüglich eingeht , der ist mit Sicherheit keiner der „Hilfe bei Kuffar ersucht“, oder gar bei Ahlul Dhimmah, denn nicht eine einzige, der von den Gelehrten erwähnten Bedingungen, trifft zu.
Somit ist klar dass Jeder, der Anweisungen des türkischen Taghuts folgt oder mit der türkischen Regierung Vereinbarungen bezüglich dem Kampf gegen den IS hat, dass er jemand ist, der Tawalli mit den Kuffar macht (sich mit ihnen verbündet) und jemand, der sie gegen Muslime unterstützt -und dies ist großer Kuffr laut dem Quran, der Sunnah und dem Ijma‘ aller Gelehrten.
Leute die so etwas machen sind also mit Gewissheit Kuffar !


Umgang der wahrhaftigen Großgelehrten mit Murtadin

Kein Gelehrte des Islam hat jemals behauptet, dass man mit Murtadin solcherart Vereinbarungen schließen kann, oder sonst irgendwelche Vereinbarungen, Verträge oder Absprachen mit ihnen hält. Vielmehr waren sich alle Gelehrten – von allen Madhahib [Rechtsschulen] – einig, dass der Grundsatz ist, dass der Murtad getötet werden muss. Das einzige wo es zu Meinungsverschiedenheiten kam – hinsichtlich des Murtad – waren Fragen wie
-ob man ihn zuvor zur Tawbah einlädt,
– und wie oft man ihn – falls er die Tawbah ablehnt – noch weiter zur Tawbah einladen soll, bevor man ihn tötet
– und wie viel Tage man warten soll, um ihm Bedenkzeit zu geben hinsichtlich der Tawbah – bevor das Urteil des Murtad [Tötet Ihn !] auf ihn angewandt wird.

Ibn Qudaamah sagt in Al-Mughni ( 9/18):

„Der Murtad wird nicht (direkt) getötet, sondern erst 3 Mal gefragt Tawbah zu machen. Dies ist die Ansicht der Mehrheit der Gelehrten; Unter diesen Gelehrten [,die diese Ansicht vertraten], waren ‘Umar, ‘Ali, ‘Ata’, Al-Nakhaii, Malik, Al-Thawri, Al-Awza’i, Ishaq und die Leute des Ra’y [Leute der Meinung]. Und es ist eine der Ansichten von Al-Schafi’i.
Und von Ahmad wird auch seine andere Ansicht überliefert, und zwar, dass es nicht verpflichtend ist, den Murtad (bevor man ihn tötet) zur Tawbah einzuladen, jedoch ist es empfehlenswert (Mustahab). Und dies ist auch die zweite Ansicht von Al-Schafi’i, und es ist die Ansicht von ‚Ubaid bin ‚Umair und Ta’us. Und dies wird auch von Al-Hassan überliefert; Dies – aufgrund der Aussage des Propheten صلى الله عليه وسلم : [Wer seinen Din ändert, den sollt ihr töten!] Und dabei (bei dem Hadith) wurde nicht erwähnt, dass man (ihn zuvor noch) zur Tawbah einlädt.“

Während die wahrhaftigen Großgelehrten also lediglich Differenzen hatten, wie lange man warten soll, bevor man den Murtad tötet, so sieht man heutztage wie gewisse Leute, die sich dem Wissen zuschreiben, darüber diskutieren, ob man sich mit Murtadin-Soldaten verbünden kann und ob man mit ihnen Vereinbarungen schließen kann (Pufferzonen-Plan). Was für ein Wahnsinn ! Was für ein Schwachsinn ! Diese Leute haben die Spuren der wahren Gelehrsamkeit verlassen ! Sie diskutieren fernab von dem, mit was der Gesandte, صلى الله عليه وسلم , kam.
Jedem, der nur etwas am Wissen schnupperte, dem wird klar, dass diese Leute mit Sicherheit nicht die Erben des Propheten, صلى الله عليه وسلم , sind !

Nimmt euch nicht diese als Vorbilder. Denn, Wallahi, die Geschichte hat bessere Vorbilder hervorgebracht !

Nehmt euch ein Beispiel an Mu’adh Ibnu Jabal, رضي الله عنه . In den Sahihayn (Bukhari und Muslim) wird überliefert, dass er hinslichtlich eines Murtad, den er im Jemen bei Abu Musa Al-Asch’ari  sah, gesagt hatte:

„Ich werde nicht absteigen (von meinem Pferd), bis er getötet wird. Dies ist das Urteil von Allah und von Seinem Gesandten“
[Überliefert bei Bukhari in Al-Maghazi; Nummer: 3996]

So haben die Männer gehandelt, die die Worte des Propheten, صلى الله عليه وسلم , verstanden haben !

Und die Beweise dafür, dass der Murtad grundsäzlich getötet wird sind zahlreich. Die Gelehrten verdeutlichten diese Tatsache in den Kapiteln „Hukm Al Murtad“ bei den 4 Madhaib und Anderen.

Die türkischen Soldaten des Taghut werden laut der Schari3ah also nicht als Verbündete genommen, sondern gehören auf alle Fälle getötet, wenn sie keine Tawbah machen !


Murtadin und Khawarij – und die korrekten Beurteilungen

Zudem sagen die Gelehrten, dass Riddah und Murtadin schlimmer sind als Übertretung und die Übertreter [Bughaat und Khawarij].

Murtadin sind sogar schlimmer als Kuffar Asliyun [grundsätzliche Kuffar], so sagt Schaikhul Islam Ibnu Taymiya:

„Der Murtad ist schlimmer als der Kafir Asli aus vielerlei Gründen“ [Majmu‘ Al-Fatawa(2/193)]

So wäre es sogar „nachvollziehbarer“, wenn sich fromme Muslime mit übertretenden Muslimen [Khawaridj] verbünden würden, um gegen Murtadin zu kämpfen, anstatt dass sie sich mit Murtadin gegen Khawaridj verbünden.

Und die korrekte Ansicht und die Ansicht der Mehrheit der Gelehrten ist, dass die Khawarij Muslime sind.

So sagt Imam Al-Nawawi in Scharh Muslim(2/50):
„Und die korrekte Lehre, die (hinsichtlich dieser Angelegenheit) ausgewählt wurde, ist die Ansicht, die von der Mehrheit und den Muhaqiquun vertreten wurden, (und zwar): Es wird kein Takfir auf die Khawarij vollzogen, wie auch bei anderen Leute der Bida‘ (kein Takfir auf sie vollozgen wird).“

Und Ibn Hajjar Al-Asqalani sagt in Fath-Al-Bari(12/314): “ Die meisten Usul-Gelehrten der Ahlu Sunnah sind der Ansicht, dass die Khawarij Fussaq (Frevler) sind und dass sie dem Islam angehören, aufgrund ihrem Aussprechen der Schahadatain [die 2 „Glaubensbekentnisse“] und aufgrund ihrem Praktizieren der Säulen des Islam“

Und selbst in der Angelegenheit, dass man bei Kuffar Hilfe gegen andere Kuffar ersucht gibt es einen großen Ikhtilaf (Meinungsverschiedenheit) unter den Gelehrten und es gibt welche die es als Verboten erachten und andere, die es als erlaubt sehen, jedoch Bedingungen setzten !

Hier einige Beispiele:

Al-Imam Abu Bakr Al-Jassas Al-Hanafi, رحمه الله , sagte:
„Und unsere Gefährten sagten: Es liegt kein Problem darin Hilfe bei Muschrikin zu suchen zur Bekämpfung anderer Muschrikin, wenn bei einem Sieg [der Muslime] danach auch das Gesetz des Islam das Führende ist. Falls es aber nach einem Sieg so sein sollte, dass das Gesetz des Schirk das Führende ist, so sollten die Muslime nicht mit ihnen kämpfen. “
Quelle: أحكام القرآن للجصاص ت قمحاوي (4/ 104) وأحكام القرآن للجصاص ط العلمية 2/ 559


Muhammad bin Hassan Al-Schaybani, رحمه الله , sagte:
„Und es liegt kein Problem darin, dass die Muslime bei den Leuten des Schirk Hilfe ersuchen gegen Leute des Schirk, wenn das Gesetz des Islam das Führende über sie ist“
Quelle:شرح السير الكبير  ص:1422

Und Khalil Ibn Ishaq Al-Maliki,  رحمه الله , sagte in seinem Muktasar:
„Und verboten ist die Nutzung von vergifteten Pfeilen und das Hilfe Ersuchen bei einem Muschrik, außer wenn er als Diener fungiert.“
Quelle: مختصر خليل  ص:88

Und Schahnun sagte: Ich fragte Ibn Qasim: “ War (Imam) Malik dagegen, dass die Muslime in ihren Kriegen Hilfe bei  Muschrikin ersuchen ?“ So sagte er: „Ich hörte wie (Imam) Malik sagte: „Mich erreichte, dass der Gesandte, صلى الله عليه وسلم , sagte: [Ich nehme keine Hilfe von einem Muschrik.] “ Und ich hörte nicht, dass er (Imam Malik) dem noch was hinzufügte.“
Quelle: المدونة الكبرى 3/ 40


Wir erwähnt; Sogar bezüglich des Hilfe-Ersuchs bei Kuffar für einen Kampf gegen Kuffar existiert eine Meinungsverschiedenheit, wie wir eben zeigten!
Dann sollte man erst Recht vorsichtig sein, wenn es um den Kampf gegen Muslime geht, auch wenn sie Übertreter sein sollten. Daher warnen wir davor, wie die Gelehrten davor warnten.

Und wir raten allen kämpfenden Gruppen auf der Welt, und speziell im Scham sich den Propheten, صلى الله عليه وسلم , als Vorbild zu nehmen, und zu allen Tawaghit und Murtadin zu sagen: GEHT WEG! WIR NEHMEN KEINE HILFE VON MUSCHRIKIN !

Imām Ahmad und Muslim berichteten, dass der Prophet, صلى الله عليه وسلم , nach Badr auszog (zur Schlacht) und ein Mann von den Muschrikūn folgte ihm und holte ihn bei al-Harrah ein. Er sagte: „Ich möchte dir folgen und mich dir anschließen (zum Kampf) und ich möchte etwas von der Kriegsbeute abbekommen.“ Der Prophet, صلى الله عليه وسلم , sagte: „Glaubst du an Allah und Seinen Gesandten?“ Er antwortete: „Nein.“ Da sagte der Prophet, صلى الله عليه وسلم : „Geh weg, ich nehme keine Hilfe von einem Muschrik.“ 

Quelle: صحيح مسلم (بشرح النووي)، كتاب: الجهاد والسير، باب: كراهة الاستعانة في الغزو بكافر، (7/2864، 2865)، رقم 4619).


Schlusswort und Ratschlag

Damit uns keiner falsch versteht: Wir lieben die Mujahedin. Und wir lieben die Erfolge für sie. Und lange sehnen wir uns schon danach, dass der Mujrim Taghut Baschar Al Kalb endlich in die Hände der tapferen Mujahedin fällt !
Doch auch ein edles Ziel, rechtfertigt nicht den Weg des Schirk und des großen Kuffr. Denn, bei Allah, der Tawalli mit den Kuffar, und die Muthahara mit den Kuffar gegen Muslime ist der große Kuffr !

Wir wünschen uns nicht zu sehen, wie einer der Widerstandskämpfer im Scham den großen Kuffr begeht, nachdem er bereits so viel Opfer brachte. Wir wünschen uns nicht zu sehen, wie Bündnisse mit Murtadin geschlossen werden. Wir wünschen uns nich zu sehen, wie Leute des Scham von einem Taghut als Werkzeuge wie Hunde ausgenutzt werden.
Und auch wenn Leuten im Scham von anderen Gruppen Unrecht zugefügt wird, so darf man sich deswegen nicht auf Tawaghit und Murtadin einlassen. Der Din von Allah ist klar.
Und es ist ganz deutlich – und wir wiederholen das, damit es sicher bei den Lesern ankommt und sie gewarnt sind und auch andere davor warnen: Jeder, der irgendwelche Abkommen, Abmachungen, Verträge, Absprachen oder in irgendeiner Art Vereinbarungen mit dem türkischen Taghut eingeht – hinsichtlich der Schaffung einer Pufferzone, wobei Muslime verdrängt werden – der hat sich mit Kuffar verbündet und sie gegen Muslime unterstützt und ist somit einer von ihnen – ein Kafir !
Und dies haben wir mit dieser Schrift anhand dem Quran, der Sunnah, zahlreichen Aussagen der Großgelehrten und dem Ijma‘ nachgewiesen.

Abschließend möchten wir allen ans Herz legen, sich an die Erben der Propheten zu orientieren. Damit sind die wahren Gelehrten gemeint, die den Haqq sprachen und den Tadel des Tadelnden nicht fürchteten. Damit sind diejenigen gemeint, die mit jedem geäußerten Wort nur das Wohlgefallen von Allah  عز و جلanstrebten. Gelehrte, die nicht nur das Wissen erbten, sondern auch die Prüfungen, weil sie am Manhaj des Propheten, صلى الله عليه وسلم , festhielten.
Imam Ahmad, رحمه الله  , wurde ausgepeitscht wegen Worte der Wahrheit. Doch mehr noch als die Hiebe der Peitsche, schmerzte ihn mit anzusehen, wie Träger des Wissens und seine ehemaligen Freunde sich von der Wahrheit lossagten, nachdem ihnen die Wahrheit doch bewusst war. Das Wissen ist eine Amanah und mit dem Aussprechen der Wahrheit und dem Handeln danach kommen auch die Prüfungen. So kann das Wissen Yamul Qiyamah entweder für oder gegen einen sein – entsprechend dem wie man mit dieser Amanah umging [In erster Linie natürlich entsprechend dem, wie Allah urteilt].
Jeder, der mit dieser Amanah korrekt umgehen kann und sogar bereit wäre seine Seele zu opfern um der Wahrheit treu zu bleiben, der hat Respekt verdient. So respektiert die wahren Ulamah.
Aber achtet auch genau darauf, von wem ihr euer Wissen nimmt. Und macht euch auch bewusst, wem welcher Status gebührt.  Nicht jeder Prediger ist ein Talibul ‚ilm. Und nicht jeder Talibul ‚Ilm ist ein Gelehrter, der dazu fähig ist Ijtihad auszuführen. Manchmal bekommen wir mit, dass Tulabul ‚Ilm sogar als Großgelehrte bezeichnet werden. ‚Ajib! Wenn Leute als Großgelehrte bezeichnet werden, die nur eine Medina Abschluss haben, dann hat man gewaltig was falsch verstanden.

Großgelehrte sind Männer wie Imam Abu Hanifah, Imam Malik, Imam Al-Schafi’i und Imam Ahmad,
رحمهم الله
Großgelehrte sind Männer wie Al-Tabari, Ibnu Kathir und Al-Qurtubi,
رحمهم الله رحمة واسعة
Großgelehrte sind Männer wie Ibn Hajar Al-Asqalani, Al-Nawawi und Ibn Qudamah
رحمهم الله وغفر لهم
Großgelehrte sind Männer wie Ibnul Qayyim, Muhammad ibnu ʿAbd al-Wahhab und Ibnu Taymiyah
رحمهم الله واسكنهم فسيح جناته

Und euch wird sicherlich aufgefallen sein, dass wir uns bemühten, die Ansichten der Großgelehrten wiederzugeben. Unser Ziel ist es langfristig, unsere Leser stärker an die wahren Großgelehrten zu binden. So folgt den Großgelehrten, in dem was Haqq ist und mit dem Quran und der Sunnah übereinstimmt. Denn, bei Allah, die Gelehrten sind die Kronen auf unseren Köpfen.

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