Ayman az Zawahiri gibt Taliban Füher Akhtar Muhammad Mansur Bayyah – Anmerkung dazu

Ayman al Dhawahiri hat nach fast einem eine neue Audio Botschaft veröffentlicht und darin die Bay3ah an Akhtar Muhammad Mansur, dem neuen Taliban Chef gegeben.


Einige Anmerkungen zur neuen „Bay3ah Rede“ von Ayman Al Dhawahiri vom Bruder Abdullah al Shaami:

Ab minute 7:20 in etwa, da sagt Dhawahiri: „Und wir geben euch (Akhtar Muhammad Mansur) die Bay3ah, dass wir das Islamische Kalifat etablieren werden, welches durch die Auswahl der Muslime und mit der Zufriedenheit der Muslime etabliert werden wird“

Erst einmal ist das natürlich ein harter Schlag für alle Fanboys der Sahawaat, die stets versuchten Akhtar Muhammad Mansur bereits als Kalifen darstellen zu wollen und als den „Anführer des wahren Kalifats“.

Den Worten Dhawahiris nach gibt es aber noch kein Kalifat, sondern wird erst noch angestrebt. Dhawahiri redet von einem angestrebten Ziel „das Kalifat“ für die Zukunft. Demnach kann es – laut ihm – zur Zeit auch kein Kalifen geben. Denn ohne Kalifat, kann es auch keinen Kalifen geben.

Somit war das ein herber Schlag für die Sahawaat die ständig versuchten Akhtar Muhammad Mansur [und auch schon bei Mullah Umar, rahimahu ALLAH, versuchten sie es] als einen Kalifen darzustellen. Natürlich handelten die Sahawat nur so, um das wahre Kalifat dieser Zeit mit Amirul Mu’menin Abu Bakr Al Baghdadi, hafithahu ALLAH, nicht anzuerkennen.

Nun aber zu einer großen Widersprüchlichkeit in der Rede von Ayman Al Dhawahiri: Obwohl aus seiner Rede hervorgeht, dass er das Kalifat als noch nicht etabliert sieht und die Errichtung des Kalifats noch ein Ziel ist [ = es also zur Zeit keinen Kalifen gibt ] bezeichnet er durchgehend Akhtar Muhammad Mansur als den Amirul Mu’menin [Anführer der Gläubigen].

Weiß Dhawahiri denn nicht, dass der Ausdruck Kalif und der Ausdruck Amirul Mu’menin für ein und dasselbe stehen ??
Oder könnte es gleichzeitig einen ANFÜHRER DER GLÄUBIGEN und eine KALIFEN auf der Welt geben ?? Natürlich nicht. der Kalif ist der Anführer der Gläubigen….. und der Anführer der Gläubigen ist der Kalif.

Der Ausdruck > Amirul Mu’menin < entstand als Alternativ-Wort und Synonym für den Ausdruck > Kalif <.

Dies ist das, was aus den Quellen hervor geht: So sagt Ibn Abd Al-Barr in seinem Werk „Al-Isti3aab“:

„Es wurde berichtet, dass die Muslime Abu Bakr Al Siddiq, radia Allahu 3nho, > den Kalifen des Gesandten < , salla Allahu 3laihi wa salam, nannten.
Als er [Abu Bakr] verstarb, und Umar, radia Allahu 3nho, seine Nachfolge [Khilafah (Khalafaho) ] antrat, so sagte Umar, radia Allahu 3nho: “ Es wurde immer zu Abu Bakr der > Kalif des Gesandten < , salla Allahu 3laihi wa salam, gesagt. Soll also nun zu mir „Der Kalif des Kalifen des Gesandten – mit dieser Länge – gesagt werden ?! “
So sagte ihm Al-Mughirah Bin Schu3bah : „Du bist unser Anführer und wir sind die Gäubigen, also bist du der Anfürer der Gläubigen [Amirul Mu’menin] “
So sagt er [Umar]: „Dann ist es so (Einverstanden)“

Wer sich tiefer mit den Quellen beschäftigen will – obwohl oben schon angegeben – hier mehr zu den Quellen auf Arabisch, so kann man es leichter nachschlagen und finden in sha’a Allah:
ذكر هذا ابن عبد البر في الاستيعاب. وذكر قصة أخرى أنه سماه بذلك لبيد بن ربيعة وعدي بن حاتم

Es ist also ganz deutlich, dass der Ausdruck > Amirul Mu’menin < einfach nur ein anderes Wort für > Kalif < ist. Sehr widersprüchliche Rede also von Dhawahiri.

Ein anderer gravierender Fehler ist, dass Al-Dhawahiri sagt, dass das Kalifat durch die Auswahl der Muslime zustande kommen soll. Ist diese Vorgehenesweise nicht eher demokratisch ? Und was ist, wenn aber die „Muslime“ eine andere Staatsform haben wollen und kein Kalifat ? Wie lange will Dhawahiri noch auf solche Leute warten, die sich zwar Muslime nennen, aber weit vom Din entfernt sind ? Wie lange will er warten, bis sie sich für ein Kalifat aussprichen ? Und will man eine Sache, die ALLAH awj schon von über 7 Himmeln festgelegt hat, von der Auswahl der Muslime abhängig machen ? Wie handelt man, wenn sich viele Juhaal ( und davon gibt es viele in der Ummah ) dagegen entscheiden ?

Schauen wir uns mal an, was Salih ibn Fawzan dazu sagt:
„Bezüglich den Wahlen, so wie sie heute in verschiedenen Staaten bekannt sind: So ist dies nicht vom Islamischen System; Und sie [die Wahlen] führen zu Chaos und zu persönlichen Interessen. Und sie führen zur Günstlingswirtschaft und zur Gier. Uns es entstehen viele Fittan (Pl. von Fitnah), und Blutvergießen, und das angestrebte Ziel wird (dadurch) nicht erreicht.“

Quelle: جريدة “ الجزيرة “ ، العدد 11358

Was ist das also für eine – dem Islamischen System fremde Methode – mit der Al Dhawahiri irgendwann ein Kalifat anstrebt ?
Die Ulamah haben bereits festgelegt, wie ein Kalifat zustanden kommt, und zwar gibt es 3 legitime Methoden:
Entweder ernennen die Ahlul 7alli wal 3qd [Leute des Lösens und des Bindens, oder auch: Leute der Lösungen und Verträge] einen Mann, der die Bedingungen des Kalifen erfüllt, und er akzeptiert diese Position. Dies wäre eine der 3 gültigen Methoden.
Es reicht völlig aus, wenn Ahlul 7al wal 3qd den Kalifen ernennen. Es muss nicht mit allen Muslimen beratschlagt werden. Und es müssen auch nicht alle Muslime einen auswählen und sich auf Einen einigen. Und es wird auch nie so sein, dass alle Muslime mit Einem zufrieden sein werden. Vor allem in der heutigen Zeit, wo der Jahl so weit verbreitet ist, ist das beinahe unmöglich. So wie es Al Dhawahiri also darstellt ist es einfach Quatsch, und das hat noch nie ein Gelehrter behauptet.

Sogar von den Ahlul 7al wal 3qd muss nicht jeder einzelne einverstanden sein. Wieso sollte es dann so sein, dass alle Muslime – also die 3wam (Allgemeinheit, Laien) – eine auswählen sollen und mit ihm zufrieden sein sollen, wenn laut der Schari3ah noch nicht mal von den Ahul 7alli wal 3qd jeder einverstanden sein muss ??
Von wo hat Al Dhawhiri diese Islam-widerprechende Methode ? Von den Gelehrten sicherlich nicht, denn nie hatte ein Gelehrter des Islam jemals sowas behauptet.

Einige Gelehrten sagen sogar, dass nur ein einziger von Ahlil 7alli wal 3qd ausreicht um einen Kalifen auszuwählen und zu ernennen. Dies ist die Aussage von Ibn Hazm al Andalusi in „Al Fisāl“ (3/85) und es ist auch die Aussage von Al-Iji in „Al-Mawaqif“ und von Al-Qurtubī in „Al-Jāmi li Ahkām Al-Qur’ān“ (1/269).

Eine andere Methode wie jemand Kalif wird ist, dass er von dem vorigen Kalifen dazu ausgewählt wird. So wurde z.b. Umar رضي الله عنه von Abu Bakr al Siddiq رضي الله عنه dafür ernannt.

Und die dritte Methode, wie jemand zum Kalifen wird, ist durch die Anwendung von Gewalt/Kraft/Macht und indem man die Oberhand über andere gewinnt/sich durchsetzt ( القوة والغلبة). Einer kann also durch das Siegen über andere mit dem Schwerte und das Festigen und Etablieren seiner Macht/Autorität/Herrschaft ein Kalif und Amirul Mu2menin werden.
So war es bei einigen Kalifen von Bani Ummayah (Umayyaden) und Kalifen von Bani 3abbas (Abbasiden) und auch andere nach ihnen.

Imām Ahmad rahimahu Allah sagte, als jene von ʿAbdūs Ibn Mālik al-ʿAṭṭār berichtet: „Es ist nicht zulässig, für jemanden, der an Allah glaubt, zu schlafen ohne zu beachten das sein Führer der ist, wer auch immer ihn mit dem Schwert erobert bis er Khalīfah wird und er heißt Amīr-ul-Muʾminīn (der Führer der Gläubigen), ob der Führer gerecht oder sündhaft ist.“

Den Ijmā‘ (Übereinstimmigkeit) darüber berichtete Al-Hāfith Ibn Hajār rahimahu Allah als er sagte: Die Fuqahā übereinstimmen darüber, dass es Pflicht ist, den bezwingenden Herrscher zu gehorchen, sowie den Jihād mit ihm zu führen und dass die Gehorsamkeit zu ihm besser ist, als das Rebellieren gegen ihn aufgrund dem, was dies beinhaltet, vom Schützen des Blutes und Verhindern der Unruhen.“

Ebenso sagte Shaykh al-Islām Muhammad bin Abdulwahāb rahimahu Allah: „ Die Imāme von jedem Madhhab sind übereinstimmend darüber, dass wer ein Land oder Länder bezwingt (durch Gewalt einnimmt), er das Urteil des Imām (Herrscher) hat bei allen Sachen. Ohne dies würde die Dunyā nicht funktionieren, denn die Menschen haben sich seit langer Zeit vor Imām Ahmad bis zu unserem heutigen Tag auf keinen einzigen Imām vereint („Ad-Durar as-Sanniyyah“, 7/239).

WIE WILL AL DHAWAHIRI ALSO IRGENDWANN EIN „KALIFAT“ ERRICHTEN, WAS DIE MUSLIME AUSWÄHLEN UND MIT DEM ALLE MUSLIME ZUFRIEDEN SIND ??

Al Dhawahiri widerspricht den Methoden der Schari3ah, den Großgelehrten des Islams und der klassischen Werke über diese Thematik wie z.B. „Al Ahkaam al Sultaniyyah“ von Abu Ya’la al-Farra‘ al-Hanbali oder von Abul Hassan al Mawaardi al Shaafa’i .

Zudem muss – nach der korrekteren Ansicht – bei all diesen drei Methoden der Kalif von der Abstammung her natürlich ein Quraischi sein !

Beweis: Der Prophet, salla Allahu 3laihi wa salam, sagte:

ان هذا الأمر في قريش من نازعهم فيه اكبه الله على وجهه في النار ما اقاموا الدين

(Bukhari)

ungefähr auf Deutsch: „Diese Angelegenheit liegt in Quraisch, solange sie den Din aufrecht erhalten. Jeder, der ihnen dies streitig macht (ihnen sich widersetzt) , wird dafür von Allah mit seinem Gesicht in Jahannam geworfen“

Und wie wir wissen, ist Akhtar Muhammad Mansur nicht vom Stamme der Quraisch, weshalb er die Bedingungen eines Kalifen sowieso nicht erfüllen würde.

Und würden wir uns jetzt wie die Sahawaat verhalten, dann würden wir fragen:

„Wo kann ich hinter dem sogenannten Amirul Mu’menin Akhtar Muhammad Mansur Jum3ah beten ?“

„Warum kümmert er sich nicht um die Muslime in Palästina oder in Burma ?“

„Warum versteckt er sich, wo er doch „Amirul Mu’menin ist ? “

„Warum sind die Muslime in „seinem Gebiet“ nicht 100 % sicher ?“

und viele weitere Fragen, welche die Sahawaat immer bzgl. dem wahren Amirul Mu’menin Abu Bakr Al Baghdadi, hafithahu ALLAH, stellten.

Doch wir sind nicht wie die Sahawaat und unsere Reaktion auf die Lebenszeichen von Dhawahiri ist Folgende:

Wir freuen uns, dass er noch lebt. Denn nun hat er noch Zeit, dass er Tawbah macht, von vielen Batil-Ansichten, die er in sich trägt. Wie z.B. seine Ansicht, dass die Allgemeinheit der Rafidah-Muschrikin der heutigen Zeit (!) Muslime seien, wal 3iadhu BILLAH.

Und Al Dhawahiri hat noch Zeit, dass er bi ithn Allah viel Blutvergießen verhindert, indem er die Sahawaat dazu aufruft, dass sie endlich aufhören sollen gegen den Khalifah Abu Bakr Al Baghdadi zu rebellieren.

Es ist ja nicht nur so, dass die Sahawaat-Rebellen in ihren Gebieten keine Schari3ah anwenden, nein, dazu kommt noch, dass sie die Gebiete des Kalifates, in denen die Schari3ah angewandt wird, angreifen und viel Blut vergießen.

Und Al Dhawahiri hat noch Zeit sich die Worte der Gelehrten zu Herzen zu nehmen, damit er versteht, dass es schar3an besser wäre, wenn die Sahawaat nicht mehr gegen das Kalifat rebellieren, Tawbah machen und endlich Gehorsam zu Amirul Mu’menin Abu Bakr Al Baghdadi leisten.

Würde Al Dhawahiri die Sahawaat zu diesen Schritten aufrufen, so würde er tatsächlich viel Blutvergießen verhindern und auch viele Unruhen verhindern.

Möge ALLAH awj uns und dem dhawahiri zu dem verhelfen, was ER awj liebt und womit ER awj zufrieden ist. Amin.


Von Abdullah Kaya

Zum Schluss sei gesagt, das ich in Diskussionen vorher die Überzeugung geteilt habe, das Ayman az Zawahiri nicht mehr lebt.

Ich kam zu der Überzeugung, weil dieser fast 1 Jahr keine Audio/ Video Botschaft mehr rausbrachte, nicht mal dann als Wichtige Anführer seiner Organisation getötet wurden. 

Dies war deshalb unnormal da Er in der Vergangenheit in der Regel sehr oft Audio und Video Botschaften veröffentlichte. 

Ich Entschuldige mich für den Fehler/ Fehleinschätzung. 

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