Muss man gelesen haben…

Ich habe einige Bücher in die Hand bekommen, die sehr interessant sind. Eines dieser Bücher ist das Buch „Zarqawi – Al Qaidas 2te Generation“ von Fuad Hüseyin, einen Jordanischen Journalisten, der gute Kontakt zu den Jihad Führer hat, u.a. saß Er mit Abu Mus´ab az Zarqawi in Haft und verhandelte damals mit den Gefängnis Leiter, Zarqawis Freilassung aus der Einzelhaft (dazu später mehr).

Ich hab das Buch auf türkisch, und wollte mal googeln ob es dieses Buch auf Deutsch gibt, bzw. was die Deutsche Presse hierüber berichtet und fand folgenden Artikel aus dem Jahr 2005 bei Spiegel Online.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/terrorismus-al-qaidas-agenda-2020-a-369328.html

Ein Ausschnitt hieraus:

Der vermeintliche Masterplan 2000/2020 liest sich in Teilen eher wie eine im Nachhinein – nämlich nach dem 11. September und dem Fall Bagdads – zurecht konstruierte Ideensammlung, in der alles, was bis dahin geschehen ist, als von langer Hand geplant und vorausberechnet präsentiert wird. Und nicht zuletzt ist die Terror-Agenda schlicht unumsetzbar: Die Vorstellung, al-Qaida könnte in 15 Jahren ein die gesamte islamische Welt umfassendes Kalifat errichten, ist absurd. In dem 20-Jahre-Plan spielen religiös begründete Vorstellungen eine überragende Rolle; mit der Wirklichkeit haben insbesondere die Phasen 4 – 7 kaum noch etwas zu tun.

Was sind die Phasen 4-7?  Ich kopiere mal jetzt die ersten beiden Phasen:

  • In der vierten Phase, zwischen 2010 und 2013, wird es al-Qaida Hussein zufolge darum gehen, den Sturz der verhassten arabischen Regierungen zu erreichen. „Der schleichende Machtverlust der Regime wird zu einem stetigen Zuwachs an Kraft bei al-Qaida führen“ – so lautet das Kalkül. Parallel sollen Angriffe gegen Ölförderanlagen durchgeführt, die US-Wirtschaft durch Cyberterrorismus ins Visier genommen werden.
  • So soll es in der fünften Phase, zwischen 2013 und 2016, gelingen, einen islamischen Staat auszurufen – und zwar ein Kalifat. Der Einfluss des Westens in der islamischen Welt werde dann bereits massiv zurückgegangen sein, sagen die Qaida-Ideologen voraus, auch Israel werde derart geschwächt sein, dass Gegenwehr nicht gefürchtet werden müsse. Der islamische Staat werde eine neue Weltordnung hervorbringen, rechnen sich die Qaida-Planer aus.

Man bedenke das der Spiegel 2005 diesen Artikel rausbrachte. Damals gab es nichts was sich „Arabische Frühling“ nennt, keiner hätte es damals für möglich gehalten einen Mubarak, einen Gaddafi etc. zu Stürzen.

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